ein instrument entsteht

die wahl des holzes ist getroffen. von links unten nach rechts oben: halsklotz, zargen, boden (geflammter bergahorn) und decke (fichte).

den zargenkranz baue ich um eine form. zunächst "setze" ich den ober- und unterklotz und die vier eckklötze.

die zargen wurden auf die richtige stärke gehobelt und mit wasserdampf gebogen. die innenzargen sind bereits an die ausgearbeiteten eckklötze geleimt. die aussenzargen folgen...

der fertiggestellte zargenkranz mit den in die klötze eingepassten reifchen.

detailansicht eines unteren eckklotzes mit reifchen.

den umriss des instruments habe ich auf die plan gehobelten unterseiten der gefugten decken- und bodenhölzer aufgezeichnet. anschliessend säge ich boden und decke aus.

detailansicht einer aufgezeichneten ecke der decke. deutlich ist die lebendige struktur des fichtenholzes zu erkennen.

decken- und bodenwölbung "steche" ich zunächst mit einem bildhauerbeitel.

der umriss ist geschnitten und gefeilt. mit kleinen hobeln aus messing bringe ich die wölbungen in ihre fast entgültige form.

"benjamin"

detailansicht der linken unteren ecke des bodens mit werkspuren.

den adergraben schneide ich mit dem adergrabenschneider (doppelmesser mit anschlag, oben) parallel zum rand vor. danach vertiefe ich mit einem schnitzmesser die feinen einschnitte und nehme das holz zwischen diesen einschnitten mit dem ausheber (mitte rechts) heraus - genau so breit, wie der aus drei einzelspänen verleimte einlagespan (links).

detailansicht des adergrabens im bereich der linken unteren ecke des bodens.

ich passe die spitzen der einlagespäne zusammen.

einlage und aussenwölbungen sind fertiggestellt. die f-löcher zeichne ich mit hilfe einer schablone auf die decke auf. ich kann nun mit der ausarbeitung der innenwölbung von decke und boden beginnen. die arbeitsschritte sind die gleichen wie zuvor bei den aussenwölbungen.

die innenwölbungen, und damit die wandstärken von decke und boden, sind fertiggestellt - ein wichtiger arbeitsschritt für die klanglichen qualitäten des instruments ist abgeschlossen. die f-löcher habe ich mit einer laubsäge ausgesägt und mit dem schnitzmesser fertig geschnitten.

den bassbalken, ein aus einem zum deckenholz passenden stück fichtenholz gehobelten schmalen brettchen, passe ich mit einem kleinen hobel und einem schnitzmesser in die innenwölbung der decke ein. die klammern fixieren ihn, bis der leim getrocknet ist.

der bassbalken hat seine endgültige form erhalten.

der boden wird mit besonderen zwingen auf den zargenkranz geleimt.

die form wurde entfernt und die restlichen innenarbeiten sind abgeschlossen. der korpus kann nun geschlossen werden.

die decke wird aufgeleimt.

der korpus ist fertig! es fehlt nur noch der hals mit wirbelkasten und schnecke...

die schnecke zeichne ich mittels einer schablone auf den zugerichteten halsklotz auf.

detailansicht der aufgezeichneten schnecke mit den punktierungen für die windungen.

die schnecke säge ich aus und bearbeite den umriss des wirbelkastens und des schneckenkopfes exakt nach der schablone.

die wirbellöcher sind vorgebohrt und der griff mit dem wirbelkasten auf breite gesägt. ich bereite mit weiteren sägeschnitten die erste schneckenwindung vor.

ich gestalte das "schneckenmaul" und beginne mit der ersten schneckenwindung.

alle windungen sind "gestochen".

der wirbelkasten ist ausgearbeitet. ich schnitze die beiden hohlkehlen vom schneckenmaul zum wirbelkastenende.

rückansicht der schnecke mit den beiden hohlkehlen.

die fertig gestellte schnecke.

das griffbrett habe ich provisorisch auf den griff aufgeleimt. ich passe nun den halsfuss mit einer "schwalbenschwanz"-verbindung in den korpus ein. anschliessend verrunde ich den griff und den halsfuss und leime den hals in den korpus ein.

das instrument ist "weissfertig". das griffbrett habe ich wieder abgenommen und - für die zeit der lackierung - durch ein kurzes holzbrettchen ersetzt.

ich kann nun mit der lackierung beginnen.
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